Music

Of Montreal

Das Of Montreal Konzert war eigentlich gar nicht schlecht, visuell opulent mit Kostümen, Tiermasken, vielen Farben, weirdem Rumgetanze, sexuelle aufgeladenen Gesten und Posen - verstärkt durch die sehr expliziten Texte der aktuellen Platte, und der notorischen Stripperei von Frontman Kevin Barnes. Das neue Album mag ich auch ganz gerne. Die Crowd war tanzfreudig und fröhlich, die Location (das Berliner 'Lido') räumlich angenehm und akustisch ausgezeichnet. Warum ich dennoch keine Lust habe, mir Of Montreal in absehbarer Zeit wieder anzuhören, weiss ich auch nicht.

De:Bug: "Generationskonflikt adé"

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Das Konzept Jugendkultur wird zum Auslaufmodell: Mode will nicht mehr jung sein, kulturelle Grenzziehungen verlaufen nicht mehr zwischen den Generationen und mit dem Verschwinden des Mainstreams ist plötzlich alles und damit nichts mehr Subkultur.
De:Bug

Protestieren ja, nur wogegen?

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Das Under The Radar Magazine bringt zwei Dutzend gute Musiker dazu, gegen etwas zu protestieren. Dem ein bisschen dicker gewordenen Modest Mouse-Chef Isaac Brock z.B. missfällt, dass man nur den Klassensprecher wählen könne, nicht aber den Direktor. Mit Klassensprecher meint er vermutlich den US-Präsidenten, aber wer ist der Direktor? Der WTO-Chef, oder ganz allgemein die Wirtschaftslobbys?

Da liest sich das Protestschild von Colin Meloy schon konkreter: "Subsidize Wind + Solar Energy". Halbhippie Wayne Coyne von den Flaming Lips setzt beim Individuum an: "Just be a nice person".

(Ach, grad seh ich dass Stereogum darüber schon Ende Juni berichtete.)

Hot Hot Fall

10/01 I'm From Barcelona - Arena
10/08 Robert Forster - WUK
10/13 Handsome Furs - Chelsea
10/21 Built To Spill - Flex

Da steht uns ja ein toller Oktober bevor. Wobei hier die Reihung nach Datum auch der nach Vorfreude entspricht: je später, desto besser.



Dressed Up For My Idol

Findet Fantum heute noch in Form von Übernahme des Stylings des verehrten Künstlers statt? Das SZ-Magazin bejaht diese Frage mit einer wunderbar amüsanten Gallerie von Fans beim Konzertbesuch. (Was die Beantwortung der Frage betrifft, müsste man wohl von "anekdotischer Evidenz" sprechen. ;-) )

SZ-Magazin

Hervorzuheben sind die Bilder zu Oasis, den Sex Pistols oder Bob Dylan.

The Loneliness Of The Long/Middle Distance Runner

Dieser Comic erinnert mich an den Inhalt dieses Buches, das wiederum von Belle und Sebastian mit diesem Lied gewürdigt wurde.

Eels: Dog Faced Boy

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Live wie immer etwas ungestümer.

Adam Green bei TV-Total

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Vor wenigen Tagen liess sich ein sichtlich betrunkener Adam Green bei einem TV-Total-Auftritt ordentlich gehen. Er setzte sich Raab auf den Schoß, schmiss eine Bierflasche nach einer Stage-Managerin und rief ihr ein "Fuck you, bitch!" zu, nachdem sie auf Raabs Frage, was "komischer Kauz" heiße, das Wort "Freak" vorschgeschlagen hatte. Rüpel!



Überraschend text- und tonsicher singt er anschließend Morning after Midnight.



Der Kontrast zu seinem ersten Auftritt im deutschen Fernsehen vor vier Jahren hätte kaum größer sein können. Damals hielt er sich bei Fast Forward schüchtern an seinem Sessel fest und antwortete knapp auf die Fragen der sich große Mühe gebenden Charlotte Roche. (Davon ist leider nur ein winziger Ausschnitt zu finden)

Cover Versions

Die Smiths sind wohl eine der am meisten gecoverten Bands unserer Tage. Dabei entstehen manchmal eigenwillige Interpretationen wie die eines gewissen Perrecy, der unter Titeln wie "Der Himmel Weiss Jetzt Geht Es Mir Schlecht" Smiths-Lieder in deutscher Übersetzung zum besten gibt. Viel häufiger und weit weniger originell sind die vielen Cover-Versionen junger Gitarrenbands, die die Morrissey/Marr-Songs neu entdecken und live das eine oder andere Stück spielen, etwa die Cribs (panic.mp3 , via).

Noch vor wenigen Jahren waren diese Interpretationen natürlich dem anwesenden Konzertpublikum vorbehalten, und bei allem Bewusstsein für die große Verfügbarkeit von Live-Mitschnitten überrascht doch die Zahl der Treffer, die etwa die "Hypemachine" bei einer Suche nach "Cover" ausspuckt. Warum ich von allen Möglichen ausgerechnet die Cribs verlinke? Das großartige Panic klingt auch bei ihnen toll.

(Vielleicht wäre es ja angemessener gewesen, mich nach mehr als einem Jahr Pause mit einer gehaltvolleren Story zurückzumelden, aber ich habe mich doch für die stille Wiederaufnahme entschieden.)

The Isles - Perfumed Land

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Wenn man in den 80ern noch kein aktiver Musikhörer war und daher bei Klängen aus jener Zeit nicht von fiesen Erinnerungen an verschiedene Fehltritte heimgesucht wird, dann kann man auch an einer dahingehenden Rückwärtsgewandtheit aktueller Bands nicht allzu viel auszusetzen haben, oder? Genau wie Voxtrot sind auch The Isles US-Amerikaner mit starker Neigung zu britischem Liedgut aus den 80ern - da wie dort heißt das vor allem Marr'sches-Gitarrenspiel und Moz-Gesangslinien und Lyrik.

Erwartungsgemäß bringt den New Yorkern diese etwas einseitige Orientierung mancherorts den Vorwurf ein, nicht mehr als Kopien zu produzieren. Doch wer so tolle und ideenreiche Lieder schreibt wie sie auf dem Debüt "Perfumed Land" zu finden sind, sollte sich das nicht zu sehr zu Herzen nehmen, das mit der größeren Eigenständigkeit kommt wahrscheinlich mit der zweiten Platte. Man ist mit seiner Entwicklung schliesslich noch nicht am Ende - weder in musikalischer Hinsicht, noch in persönlicher: "We relate to the Smiths' lyrics because they're about finding out who you are" erzählt Sänger Ben Haberland dem Guardian, der unter dem cleveren Titel "Stop Me If You've Heard This Before" den Motiven dieser transatlantischen Nostalgie nachgeht.

The Isles - Major Arcana mp3
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Auf dem Plattenteller

Meine Kommentare

it did.
http://diditleak.co.uk/
assotsiationsklimbim - 12. Jan, 19:24
"hour long documentary"?
wo sind denn die restlichen 50 min? oder endet's nur...
uliuli - 8. Dez, 21:02
nicht so gut, aber
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DIY - 4. Nov, 18:09
vielleicht hilft's botox-geschädigten
ihre mimik zurück zu erlangen (und somit wieder...
uvmann - 28. Okt, 17:47
tour
hach wieso kommen sie blos nicht nach berlin
uliuli - 25. Okt, 14:13

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Zuletzt aktualisiert: 16. Jun, 23:43

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