Music

Dressed Up For My Idol

Findet Fantum heute noch in Form von Übernahme des Stylings des verehrten Künstlers statt? Das SZ-Magazin bejaht diese Frage mit einer wunderbar amüsanten Gallerie von Fans beim Konzertbesuch. (Was die Beantwortung der Frage betrifft, müsste man wohl von "anekdotischer Evidenz" sprechen. ;-) )

SZ-Magazin

Super sind die Bilder zu Oasis, den Sex Pistols oder Bob Dylan.

The Loneliness Of The Long/Middle Distance Runner

Dieser Comic erinnert mich an den Inhalt dieses Buches, das wiederum von Belle und Sebastian mit diesem Lied gewürdigt wurde.

Eels: Dog Faced Boy

fogdog

Live wie immer etwas ungestümer.

Adam Green bei TV-Total

adam-green

Vor wenigen Tagen liess sich ein sichtlich betrunkener Adam Green bei einem TV-Total-Auftritt ordentlich gehen. Er setzte sich Raab auf den Schoß, schmiss eine Bierflasche nach einer Stage-Managerin und rief ihr ein "Fuck you, bitch!" zu, nachdem sie auf Raabs Frage, was "komischer Kauz" heiße, das Wort "Freak" vorschgeschlagen hatte. Rüpel!



Überraschend text- und tonsicher singt er anschließend Morning after Midnight.



Der Kontrast zu seinem ersten Auftritt im deutschen Fernsehen vor vier Jahren hätte kaum größer sein können. Damals hielt er sich bei Fast Forward schüchtern an seinem Sessel fest und antwortete knapp auf die Fragen der sich große Mühe gebenden Charlotte Roche. (Davon ist leider nur ein winziger Ausschnitt zu finden)

Cover Versions

Die Smiths sind wohl eine der am meisten gecoverten Bands unserer Tage. Dabei entstehen manchmal eigenwillige Interpretationen wie die eines gewissen Perrecy, der unter Titeln wie "Der Himmel Weiss Jetzt Geht Es Mir Schlecht" Smiths-Lieder in deutscher Übersetzung zum besten gibt. Viel häufiger und weit weniger originell sind die vielen Cover-Versionen junger Gitarrenbands, die die Morrissey/Marr-Songs neu entdecken und live das eine oder andere Stück spielen, etwa die Cribs (panic.mp3 , via).

Noch vor wenigen Jahren waren diese Interpretationen natürlich dem anwesenden Konzertpublikum vorbehalten, und bei allem Bewusstsein für die große Verfügbarkeit von Live-Mitschnitten überrascht doch die Zahl der Treffer, die etwa die "Hypemachine" bei einer Suche nach "Cover" ausspuckt. Warum ich von allen Möglichen ausgerechnet die Cribs verlinke? Das großartige Panic klingt auch bei ihnen toll.

(Vielleicht wäre es ja angemessener gewesen, mich nach mehr als einem Jahr Pause mit einer gehaltvolleren Story zurückzumelden, aber ich habe mich doch für die stille Wiederaufnahme entschieden.)

The Isles - Perfumed Land

isles

Wenn man in den 80ern noch kein aktiver Musikhörer war und daher bei Klängen aus jener Zeit nicht von fiesen Erinnerungen an verschiedene Fehltritte heimgesucht wird, dann kann man auch an einer dahingehenden Rückwärtsgewandtheit aktueller Bands nicht allzu viel auszusetzen haben, oder? Genau wie Voxtrot sind auch The Isles US-Amerikaner mit starker Neigung zu britischem Liedgut aus den 80ern - da wie dort heißt das vor allem Marr'sches-Gitarrenspiel und Moz-Gesangslinien und Lyrik.

Erwartungsgemäß bringt den New Yorkern diese etwas einseitige Orientierung mancherorts den Vorwurf ein, nicht mehr als Kopien zu produzieren. Doch wer so tolle und ideenreiche Lieder schreibt wie sie auf dem Debüt "Perfumed Land" zu finden sind, sollte sich das nicht zu sehr zu Herzen nehmen, das mit der größeren Eigenständigkeit kommt wahrscheinlich mit der zweiten Platte. Man ist mit seiner Entwicklung schliesslich noch nicht am Ende - weder in musikalischer Hinsicht, noch in persönlicher: "We relate to the Smiths' lyrics because they're about finding out who you are" erzählt Sänger Ben Haberland dem Guardian, der unter dem cleveren Titel "Stop Me If You've Heard This Before" den Motiven dieser transatlantischen Nostalgie nachgeht.

The Isles - Major Arcana mp3
myspace

The Rifles - No Love Lost



Auch diejenigen, die von schnellen britischen Gitarren erstmal genug haben, werden vielleicht zugeben müssen, dass "No Love Lost" eine Menge Spaß macht. Die Rifles schaffen es, frisch und sogar ein wenig ergreifend zu klingen, obwohl ihre Zutaten wohl mehr als bekannt sind. Vielleicht macht ebendieser Umstand "No Love Lost" zu einer tollen, kurzweiligen Sommerplatte, bei der sich längeres einhören erübrigt. Als Einflüsse gibt man auf der Homepage die Smiths, Kinks und Streets an, anhören tut sich das Ganze dann aber mehr nach einer aufgeräumten Version der Libertines.

myspace
Video "Local Boy"

Arctic Monkeys - Leave Before The Lights Come On

"Ach Gott" denkt man vielleicht einen Moment lang, wenn man sieht wie sich die verhinderte Selbstmörderin und der Retter in den Armen liegen. Doch die paar Sekunden Kitsch sind schnell ausgestanden und die Story wendet. Die Arctic Monkeys machen eigentlich nur gute Videos, und das hier ist keine Ausnahme. Was die Musik betrifft, so hielt meine Freude über einen neuen Song nicht lange an - er ist nicht besonders aufregend.

Gut möglich, dass die anhängliche Protagonistin (Kate Ashfield) dem einen oder anderen bekannt vorkommt: in der großartigen Zombie-Parodie "Shaun of the Dead" gab sie die Freundin des Helden.

http://www.youtube.com/watch?v=SEukS2YN9B8

I Can't Get That Sound Out of My Head

subconscious

Muss sich ein unbezahlter und ungelesener Blog-Schreiber für Dinge wie Aktualität, Form oder Informationsgehalt von Einträgen interssieren? Eben. Das war jetzt zugegeben etwas zu einfach, weil müssen natürlich gar nichts. Nun ja.

Jeder, der sein Musikabspielgerät mehr als dreimal in der Woche anwirft, kennt das Gefühl: man macht gerade irgendwas ganz anderes, als Musik hören, hat den Kopf voller Gedanken oder wenn man Glück hat auch ganz leer, und dann schleicht sich plötzlich von unten die Ahnung einer Tonfolge, Textstelle oder einer vertonten Geschichte ins Bewusstsein, deren Original man vielleicht lange Zeit nicht gehört hat. Man kann diese Ahnung schnell verdrängen um zu verhindern, dass sie sich ausbreitet und eine Unterbrechung der bisherigen Tätigkeit erzwingt. Ob die wiedererlangte Konzentration dann anhält, darf bezweifelt werden. Meistens weckt so ein kurzer Blick aber ohnehin ein sofortiges Interesse auf das Ganze, das man sich nun erarbeiten will. Vorgehen kann man nun sanft und geduldig oder zielstrebig ringend, wobei sich im zweiten Fall das Stück schon mal loslösen und auf und davon machen kann. Doch davon (vielleicht) ein andermal.

Heute wurde ich von einem Built To Spill Stück auf diese Weise angefallen. Ein Gitarrensolo war es, so viel stand schnell fest. Dabei hatte ich ebenjene auf diesem Album zuhauf vertretene Gattung noch als Argument gegen "You in Reverse" angeführt. Aber wer schert sich schon um rationale Urteile - der Instrumental Teil im letzten Drittel von "Gone" hat sich jedenfalls an einem solchen vorbei und direkt ins Unterbewusstsein geschlichen.

Voxtrot

voxtrot

Der schönste britische Gitarrenpop des bisherigen Jahres kommt aus Austin, Texas: Voxtrot nennt sich das Quintett um Sänger Ramesh Srivastava, das stellenweise an Belle and Sebastian erinnert, manchmal an Nada Surf, und fast immer an die Smiths.

Zunächst vertragslos bringen Voxtrot ihre beiden EPs eigenhändig an den Mann und promoten ihre Band fleissig via myspace, Weblog und einer Bandwebsite, die mit einem versteckten, Easteregg-artigen Coversong-Bereich aufwartet (Talking Heads, New Order, Blondie). Und wie das in letzter Zeit manchmal passiert, wurde vor kurzem endlich ein Label aufmerksam und releast nun die zweite EP "Mothers, Sisters, Daughters & Wives".

Voxtrot - The Start of Something MP3
Voxtrot - Mothers, Sisters, Daughters & Wives MP3

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