My Name Is Earl ... in decline

Eben die zweite Staffel von "My Name Is Earl" fertiggeschaut. Macht noch immer sehr viel Spaß und ist zweifelsohne eine der besseren Comedy-Serien, was unter anderem mit dem Format zu tun hat: Comedy mit vielgestaltigen Schauplätzen, nicht an ein Wohnzimmer gebunden, und natürlich ohne Lachen aus der Konserve; keine Scheu vor kontroversiellen Themen oder Verstößen gegen Political Corectness (Minderheitenwitze!).
Doch leider lässt die Serie im Vergleich zur ersten Staffel deutlich nach, die Einfälle werden schlechter und es kommen zunehmend Episoden, die zu einem großen Teil aus Rückblenden oder irgendwelchen abstrusen Konstruktionen (etwa "Our Cops Is On") bestehen. Negativ fällt auch die Aufdringlichkeit der Gags auf, die auf der geistigen Beschränktheit von Earls Bruder Randy basieren. Sie dauern einfach zu lange, Randy wiederholt eine hirnverbrannte Aktion oder eine dumme Frage einmal zu oft, als dass es noch lustig wäre.
Dann noch die Sache mit der Moral. Ab Staffel zwei bekommt die zentrale Message - Tue Gutes und Gutes widerfährt dir - eine Penetranz, die einen immer wieder daran erinnert, dass es sich bei Macher und Hauptdarstellern der Serie um Scientologen handelt. Lästig. Vielleicht doch lieber wieder die erste Staffel schauen, vor allem den grandiosen Piloten. Oder gleich weiter zu Arrested Developement, wo die Drehbücher auch in der dritten und letzten Staffel noch voller lustiger Einfälle stecken.
DIY - 18. Apr, 21:22
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