The Loneliness Of The Long/Middle Distance Runner

Dieser Comic erinnert mich an den Inhalt dieses Buches, das wiederum von Belle und Sebastian mit diesem Lied gewürdigt wurde.

Weeds

Gut ein dutzend Mal habe ich in den vergangenen Tagen die Anfangssequenz von Weeds gesehen. Dass dies weniger langweilig war, als es sich anhört, liegt einmal daran, dass sie ganz einfach schön anzusehen ist: Während die meisten Serien im Vorspann die Charaktere vorstellen, wird man hier in das suburbane Setting und die zugehörige Stimmung eingeführt. Vor allem aber wird das Titellied in jeder Folge von jemand anderem interpretiert, u.a. von Rouge Wave, The Shins, DCFC, oder, wie im Folgenden, von den Decemberists. Der Vorlage bleibt die Band dabei nicht immer treu, verpasst dem Song in der zweiten Hälfte per Moll-Akkord einen dunklen Ton und sorgt damit für willkommene Abwechslung.

Eine Liste der Interpreten inkl. abspielbarer Songs gibt's hier.

Lieblings-Neologismen aus Urbandictionary.com

Shituation: a dramatic, usually negative happening resulting in utter shit in one's life
dk;dc don't know, don't care
Slacktivism The act of participating in obviously pointless activities as an expedient alternative to actually expending effort to fix a problem
Robocracy Government run by robots

Eher grotesk ist der Eintrag zu "Handy" - die Amis wollen den Scheinanglizismus jetzt tatsächlich übernehmen.

Kennt jemand was Vergleichbares auf Deutsch? Wie wärs z.B. mit: Kollaterale Aufmersamkeitsbeanspruchung (Zusammengesetzt und daher natürlich nur halb so interessant):

Jemand: Hey!
A: Meint der uns?
B: Nein, ist bloß kollaterale Aufmerksamkeitsbeanspruchung.

last.fm-related Habits

Manchmal, wenn ich einen Song kurz vor seinem Ende nicht mehr hören will, drehe ich die Lautstärke ab und lasse ihn weiterlaufen, damit er auch gescrobbelt wird.

My Name Is Earl ... in decline

earl2

Eben die zweite Staffel von "My Name Is Earl" fertiggeschaut. Macht noch immer sehr viel Spaß und ist zweifelsohne eine der besseren Comedy-Serien, was unter anderem mit dem Format zu tun hat: Comedy mit vielgestaltigen Schauplätzen, nicht an ein Wohnzimmer gebunden, und natürlich ohne Lachen aus der Konserve; keine Scheu vor kontroversiellen Themen oder Verstößen gegen Political Corectness (Minderheitenwitze!).

Doch leider lässt die Serie im Vergleich zur ersten Staffel deutlich nach, die Einfälle werden schlechter und es kommen zunehmend Episoden, die zu einem großen Teil aus Rückblenden oder irgendwelchen abstrusen Konstruktionen (etwa "Our Cops Is On") bestehen. Negativ fällt auch die Aufdringlichkeit der Gags auf, die auf der geistigen Beschränktheit von Earls Bruder Randy basieren. Sie dauern einfach zu lange, Randy wiederholt eine hirnverbrannte Aktion oder eine dumme Frage einmal zu oft, als dass es noch lustig wäre.

Dann noch die Sache mit der Moral. Ab Staffel zwei bekommt die zentrale Message - Tue Gutes und Gutes widerfährt dir - eine Penetranz, die einen immer wieder daran erinnert, dass es sich bei Macher und Hauptdarstellern der Serie um Scientologen handelt. Lästig. Vielleicht doch lieber wieder die erste Staffel schauen, vor allem den grandiosen Piloten. Oder gleich weiter zu Arrested Developement, wo die Drehbücher auch in der dritten und letzten Staffel noch voller lustiger Einfälle stecken.

"So viel Zeit hätte ich auch gerne"

"Da hat wohl jemand zu viel Zeit"-Kommentare im Internet gehören zu den verzichtbarsten Kommentaren überhaupt. Man findet sie überall dort, wo Menschen zu sehen sind, die sich in oft mühsamer Kleinarbeit einer Sache widmen, die sich nicht jedem erschließt. Heute etwa bei Spreeblick. Soll das heissen, liebe Kommentierer, dass eure Art der Freizeitnutzung besser oder sinnvoller ist?

Das gemeinte Video zeigt, wie einer Reihe aufgestellter Flaschen mit Hilfe eines ferngesteuerten Autos die Melodie von Super Mario entlockt wird und ist durchaus unterhaltsam. Leider eine Spur zu groß fürs twoday-Layout.


http://view.break.com/487616 - Watch more free videos

Who Stole My Newspaper?

Wissensdurstig oder nur gewohnheitsmäßig am Morgen die Haustür geöffnet, Abonnementzeitung liegt nicht auf der Schwelle, auch nicht im Briefkasten. Gut, beim frühstücken eben die drittklassige Lokalzeitung durchgeblättert, zur Unterhaltung reicht's, die richtige Zeitung dann halt online. Am Bildschirm alle Schlagzeilen durchgelesen und nebenbei die interessanten Dinge in Tabs geöffnet, nach acht Minuten alle gewählten Artikel fertig gelesen und mich dennoch nur viertelinformiert gefühlt. Keine der irgendwie weniger interessanten Artikel angelesen oder überflogen, wie ich es beim Papier zu tun pflege, keine Fotos angekuckt. Ich weiß zwar durchaus von Leuten, die online jeden einzelnen Artikel und zudem den Großteil der Postings lesen, eine schlampige Rezeption daher nicht unbedingt dem Medium angelastet werden kann, aber selbst werd ich der gedruckten Zeitung wohl noch länger treu bleiben.

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Zuletzt aktualisiert: 15. Mai, 21:25

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